Ein Welpe kommt ins Haus

Das Forchheimer Tierheim möchte Sie zum Familienzuwachs herzlich beglückwünschen. Da sich nicht alle Probleme, die mit dem neuen Hausgenossen auf Sie zukommen, mit Intuition lösen lassen, haben wir diesen Artikel verfasst. Er soll Ihnen und Ihrem Hund das gemeinsame Kennenlernen erleichtern.

Die ersten Stunden im neuen Zuhause
Wir gehen davon aus, dass bei Ihnen Zuhause alles vorbereitet ist. Zwei Näpfe stehen gleich nach der Ankunft an dem Platz, der auch in Zukunft für Fressen und Wasser vorgesehen ist. Bitte beachten Sie, dass der Hund gleich nach der Ankunft frisches Wasser bekommt. Außerdem benötigt Ihr kleiner neuer Freund eine Rückzugsmöglichkeit. Vorerst reicht dazu eine alte Decke oder ein Handtuch. Am besten stammt dieses Utensil aus dem Fundus des Vorbesitzers, damit es den vertrauten Geruch an sich hat. Das schafft Geborgenheit. Wichtig von Anfang an ist auch der Rufname des Hundes. Einigen Sie sich noch vor der Ankunft auf einen Namen mit dem jedes Familienmitglied das Tier anspricht. Innerhalb weniger Tage wird er auf den Namen, mit dem Sie ihn von Beginn an ansprechen, hören. In den ersten Tagen ist natürlich jeder neugierig auf den Familienzuwachs. Achten Sie darauf, dass der Kleine nicht zu sehr bedrängt wird, da ihn das in Panik versetzen könnte. Lassen Sie ihm deshalb in Ruhe Zeit, die neue Umgebung zu erkunden. Keine Sorge, er kommt zu Ihnen, um sich seine Streicheleinheiten abzuholen. Sie sollten sich jetzt ein paar Tage Urlaub für den Neuankömmling nehmen. Der Welpe ist noch nicht stubenrein und muss deshalb häufig vor die Tür gelassen werden. Das erfordert Zeit, die man während der Bürostunden nicht hat. Wichtig ist auch, dass von Anfang an nichts erlaubt ist, was später verboten wird. Lassen Sie den Welpen also in der ersten Nacht nicht ins Bett, und wenn er noch so sehr winselt. Der Welpe fühlt sich weniger alleingelassen, wenn Sie ihm sein Spielzeug oder von Ihnen getragene Wäsche mit auf seinen Platz legen. Bewährt hat sich auch ein tickender Wecker, der den Herzschlag der Mutter imitiert und eine Wärmflasche die, unter die Decke gelegt, Mamas Körpertemperatur nachempfindet (nicht kalt werden lassen!). Wenn gar nichts hilft, stellen Sie das Körbchen neben Ihr Bett und langen Sie mit der Hand zu Ihrem Liebling hinunter. Keinesfalls darf er in die "Chefetage".

Gewöhnung an das Halsband und die Leine
Die erste Nacht ist geschafft. Nun ist es an der Zeit, den Welpen an das Halsband und die Leine zu gewöhnen. Idealerweise wäre das natürlich schon vor der Abgabe passiert. Mindestens 14 Tage sollte der Neuling außerhalb des eingezäunten Grundstücks nicht von der Leine gelassen werden. Solange benötigt nämlich ein Hund, um sich an das neue Rudel zu gewöhnen und es als das seinige zu akzeptieren. Das Halsband wird er anfangs gar nicht mögen und versuchen es abzustreifen. Ziehen Sie es ihm vorerst nur kurz und in Situationen an, in denen er keine Zeit hat, sich dagegen zu wehren, zum Beispiel, wenn Sie mit ihm spielen. So verknüpft er das lästige Anhängsel gleich mit etwas Positivem und das Halsband wird bald etwas Selbstverständliches. Mit der Leine verhält es sich anders. Sie beschneidet den natürlichen Bewegungsdrang und wird deshalb als störend empfunden. Da kann es dann schon einmal vorkommen, dass sich Ihr Hund um Ihre Beine wickelt oder kreuz und quer läuft. Bringen Sie ihn ohne großen Aufhebens wieder in die gewünschte Position. Lassen Sie es dabei nicht durchgehen, dass der Hund einfach stehen bleibt und nicht mehr weiter will. Eine solche Unart gewöhnt er sich schnell an und bald wird jeder Spaziergang zur Tortour. Ein leichter Ruck (nicht Zug!) bewirkt oft Wunder und zeigt ihrem neuen Freund die Konsequenzen. Wenn er dann unweigerlich wieder zu laufen beginnt wird er kräftig gelobt. Sie bestimmen beim Spaziergang, wo es langgeht und nicht der Hund. Er darf natürlich alles begucken und sich zum Lösen hinsetzen. Wann es weitergehen soll, bestimmen allerdings immer noch Sie. Beachten Sie dabei aber bitte das Alter und die Konstitution ihres Hundes. Ein Welpe kann noch keine stundenlangen Spaziergänge bewältigen. Es kann durchaus vorkommen, dass sich ihr Welpe völlig übernimmt, weil ihm ja, um sein Rudel nicht zu verlieren, nichts anderes übrig bleibt, als mit zu rennen.

Stubenreinheit
Das erste, was Sie Ihrem neuen Bewohner beibringen müssen, ist die Stubenreinheit. Stubenrein sein bedeutet, dass er ankündigt, wenn er raus muss und sich nur im Freien löst. Führen Sie den Welpen am besten nach jedem Nickerchen und 10 Minuten nach jeder Mahlzeit raus, denn der gefüllte Magen übt den größten Druck auf die Blase aus. Der jetzt ausgewählte Ort sollte zum Stammplatz werden, um das tägliche Geschäft zu verrichten. Suchen Sie diesen danach aus. Schläft Fiffi nachts neben Ihrem Bett, werden Sie am ehesten mitbekommen, wenn er raus muss. Er wird sehr bald anfangen, Sie zu wecken. Macht er trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und Beobachtungen dennoch in die Wohnung, dann nehmen Sie den kleinen Kerl kommentarlos hoch, tragen ihn raus und warten auf das, was dann kommt. Nie das dicke Lob vergessen, wenn er sich an der gewünschten Stelle löst. Haben Sie nicht beobachtet, wie er in die Wohnung gemacht hat: Ruhe bewahren und mit Desinfektionsmittel aufwischen.

Körperpflege des Hundes
Schon früh sollte mit der Pflege des Hundes begonnen werden, damit sich der Hund an das Prozedere, welches ihn ein Leben lang begleiten wird, gewöhnt. Vor allem bei langhaarigen Rassen ist das von enormer Wichtigkeit. Machen Sie ihn daher mit den diversen Kämmen und Striegeln vertraut. Fassen Sie immer wieder seine empfindlichen und kitzligen Stellen wie Bauch und Pfoten an und streicheln Sie ihn dort, damit er es als angenehm empfindet. Sie werden bald merken, dass der Hund die gemeinsamen Stunden und das Kraulen mittels einer Bürste genießt. Spielen Sie Tierarzt: Checken Sie regelmäßig die Zähne, Augen und Ohren. Erschrecken Sie nicht, wenn Ihr Hund mit ca. 5 Monaten die Zähne verliert. Wie wir Menschen macht auch der Hund einen Zahnwechsel durch. Das ist kein Grund, einen Tierarztbesuch anzuberaumen.Gebadet werden sollte der Hund nur, wenn er sich in seinem "Lieblingsduft" gewälzt hat. Dann aber immer nur Hundshampoo benutzen, um die Haut nicht unnötig anzugreifen. Im Winter sollte der Hund nach dem Bad über Stunden gut warmgehalten werden, da es sonst leicht zu Verkühlungen kommen kann.

Der erste Besuch beim Tierarzt
Nach einigen Tagen Eingewöhnungszeit ist es ratsam, den kleinen Hausbewohner beim Tierarzt vorzustellen. Dieser kann Infektionen erkennen oder auch Parasitenbefall, der immer mal wieder vorkommen kann. Der erste Tierarztbesuch ist aufregend und stellt für die Zukunft die Weichen, ob Ihr Vierbeiner gerne oder weniger gerne die Praxis betritt. Lassen Sie sich einen Termin geben, damit dem Welpen Wartezeiten erspart bleiben. Vermeiden Sie beim ersten Besuch negative Erfahrungen, wie z.B. eine Impfung. Nehmen Sie Leckerlis mit und belohnen Sie viel. Dann wird Ihr Hund den Tierarzt immer mit etwas Positivem verbinden: einer Belohnung. Wahrscheinlich hat Ihr neuer Bewohner bereits die ersten Wurmkuren und eine Grundimpfung bekommen. Jeder Welpe bekommt von der Mutter Spulwürmer mit auf den Weg. Mit Hilfe derer entwickelt der Welpe bereits von Beginn an Abwehrstoffe gegen Würmer. Im Regelfall wird der Welpe ab der 2. Lebenswoche entwurmt. Der Entwurmungsprozess wird bis zur 12. Woche alle 14 Tage wiederholt. Danach sollte viertel- bis halbjährig entwurmt werden. Denn Würmer schwächen das Immunsystem und geben möglichen Infektionen freie Bahn. Genauso wie bei Menschen muss auch ein Hund gegen häufig vorkommende und lebensbedrohende Krankheiten geimpft werden. Wir verweisen hierzu auf unseren Impfplan.

Wir hoffen, Ihnen einiges Wissenswertes mit auf den Weg gegeben zu haben und wünschen Ihnen viel Freude mit Ihrem neuen Freund!
Wir sehen uns in der Welpenspielstunde.

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