Tipps und Wissenswertes über Hunde

Tipps zur Erziehung finden Sie auf den Seiten unserer Hundeschule.

Skrupellose Geschäfte

Der Handel mit Welpen boomt. Sowohl in Deutschland als auch im Ausland werden Hunde unter grausamen Bedingungen in Massenzuchtanlagen und Hinterhöfen "gezüchtet". Aus dem Ausland gelangen sie illegal in den Verkauf nach Deutschland. Allzu groß ist die Versuchung der Welpen-Mafia, schnelles Geld zu machen. Tschechien, Polen, Rumänien, aber auch Belgien und die Niederlande gehören zu den Ländern mit kommerziellen Hundezuchten. Nur selten werden die Händler auf frischer Tat ertappt.

Traurige Schicksale
Viele der Welpen sind, auch durch die langen Transportfahrten, geschwächt, krank und kaum überlebensfähig. Für den Verkauf werden sie viel zu früh - schon mit vier bis sechs Wochen - vom Muttertier getrennt. Nicht nur, dass die Welpen unter reizarmen Bedingungen aufwachsen, auch die wichtige Sozialisierung kann nicht stattfinden. Die Folge: Die Tiere entwickeln massive Verhaltensprobleme. Das grausame Geschäft mit den Welpen führt auch zu erheblichem Leid bei den Muttertieren, die oft über Jahre hinweg als "Gebärmaschinen" missbraucht werden und unter erbärmlichsten Bedingungen leben müssen.

Falsche Versprechungen
Die kommerziellen Züchter und Händler werben in Kleinanzeigen und im Internet mit einer großen Auswahl verschiedener Rassen zu günstigen Preisen und damit, dass sie die Tiere direkt ins Haus bringen. Diese Lockangebote sind nicht nur auf Kosten der Hunde erkauft, sondern auch äußerst kurzsichtig: Entgegen den Versprechungen der Verkäufer sind die Welpen weder entwurmt noch geimpft. Es fehlen Begleitpapiere wie der Heimtierausweis und auch die Kennzeichnung durch Microchip.
Die Käufer merken erst zuhause, dass es sich nur um ein vermeintliches Schnäppchen handelt. Nach kurzer Zeit erkranken die Welpen oft schwer, viele sterben sogar. Weil die neuen Hundebesitzer die immensen Kosten der nötigen ärztlichen Behandlung nicht aufbringen können, landen kranke Tiere oft im Tierheim.

Das können Sie tun


Falls Sie zu einem Züchter gehen, um einen Welpen zu übernehmen, hier einige Tipps wie Sie einen seriösen Züchter erkennen:


Wenn Sie einen dubiosen Hundehandel vermuten, informieren Sie das Veterinäramt, den örtlichen Tierschutzverein oder den Deutschen Tierschutzbund.

Ernährung und Ausstattung

Ernährung
Das erste Hundejahr -variierend nach Größe der Hunderasse- entspricht 12-15 Lebensjahren des Menschen. Schnelles Wachstum bedeutet enormen Nahrungsbedarf. Viel Energie (Rohfett und Rohprotein), Eiweiß, Mineralstoffe (v.a. Kalzium) und Vitamine werden benötigt. Während des Säugens bekommt er alles über die Muttermilch. Mit 6-10 Wochen ist ein Welpe gerade von der Mutter entwöhnt und hat das eigenständige Fressen gelernt. Mit 8-12 Wochen holen Sie ihn zu sich nach Hause. Sie müssen nun für seine vollwertige Ernährung sorgen. Sein jetziger Bedarf an Nährstoffen und Energie ist 2-4 mal so hoch wie bei einem erwachsenen Hund vergleichbarer Körpergröße. Eine genau aufeinander abgestimmte Kombination von über 50 lebenswichtigen Nähr- und Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen entsprechen diesem Bedarf. Dies ist mit selbstgekochtem Futter nur schwer zu realisieren. Falsche Ernährung in der Wachstumsphase kann zu bleibenden Schäden führen. Fleisch als Alleinfutter ist ungesund. Chronische Leber- und Nierenschäden können die Folge sein. Auf dem Markt gibt es eine große Auswahl an Junior- und Welpenfertigprodukten, die den Ansprüchen des kleinen Vierbeiners gerecht werden. Aber nicht nur die Inhaltsstoffe sind wichtig, auch die Menge ist ausschlaggebend. Die Energiezufuhr, die der heranwachsende Hund benötigt, muss genau reguliert werden. Dabei gilt das Motto: Nicht zuviel und auch nicht zuwenig. Eine üppige Nahrungszufuhr kann insbesondere bei großwüchsigen Rassen zu einem unkontrollierten Wachstumsschub führen. Dies wiederum ruft Probleme mit dem Skelett hervor. Da ein Welpenmagen genauso wie der Magen eines Babys sehr klein ist, fasst er weniger Inhalt. Durch den erhöhten Energiebedarf müssen Welpen bis zum 4. Lebensmonat bis zu sechs mal täglich gefüttert werden. Ab dem 6. Monat reichen drei Mahlzeiten am Tag aus. Kleine Rassen sind mit etwa 6 bis 9 Monaten ausgewachsen, große Rassen mit 18 bis 24 Monaten. Hat der Junghund dieses Stadium erreicht, kann schließlich auf sog. Adult-Futtersorten umgestiegen und die Mahlzeiten auf ein- bis zweimal pro Tag reduziert werden. Zu beachten ist hierbei, dass jede Futterumstellung nicht von einem auf den anderen Tag erfolgen sollte. In einem Zeitraum von mindestens einer Woche wird bisheriges mit neuem Futter gemischt und das ursprüngliche Verhaltnis mit der Zeit umgedreht. Hunde sind "Gewohnheitstiere" und brauchen immer das gleiche Futter, den gleichen Ort und die gleiche Menge. Sonst kann es leicht zu Verdauungsproblemen kommen. Trotzdem sollte auch Abwechslung den Hundealltag bestimmen. Viele Fertigfutterhersteller bieten deshalb eine breite Geschmackspalette in ihrem Sortiment an. Ein weiterer wichtiger Punkt: Futter sollte immer wohltemperiert, also zimmer- bis handwarm (20°C-30°C) sein. Anderenfalls kann es zu schweren Verdauungsstörungen bis hin zur Magenschleimhautentzündung kommen. Vermeiden Sie es deshalb, direkt aus dem Kühlschrank zu füttern.

Gift für den Hund
Nicht alles, was uns Menschen schmeckt, vertragen auch unsere Tiere.
So wissen zum Beispiel viele Hundebesitzer nicht, dass Schokolade (vor allem Zartbitter) ihren Liebling krank machen und sogar töten kann. Kakaoprodukte enthalten die Substanz Theobromin, die für Hunde toxisch ist. Die Vergiftung beginnt 4 bis 12 Stunden, nachdem der Hund mit der Schokolade gefüttert wurde. Es kommt zu Erbrechen, Durchfällen, Zittern, Muskelkrämpfen und heftigen Erregungszuständen, die bis hin zum Delirium führen können. Die tödliche Theobromin-Dosis wird für den Hund mit 100 bis 200 Milligramm pro Kilo Körpergewicht angegeben.

100 gr. Zartbitterschokolade enthalten über 1500 Milligramm Theobromin!

Einige Lebensmittel, die bei Hunden tödlich wirken können, haben wir hier, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, zusammengestellt:


Manche unserer Lebensmittel sind beim Hund gesundheitsschädlich bzw. verursachen Beschwerden:


Und dann gibt es noch die Stoffe, die auch uns nicht bekommen:


Ausstattung
Wenn Sie zur Erstehung der Erstausstattung losziehen, sollten Sie sich an ein Fachgeschäft wenden. Dort steht man Ihnen gerne mit umfassender Beratung zur Seite. Später werden Sie diese Betreuung nicht mehr missen wollen.
Oder Sie suchen sich unter www.gooding.de einen der vielen Onlineshops raus die gemeinnüzige Vereine unterstützen und spenden gleich beim Einkaufen an Ihren Lieblingsverein.


nach oben

Gesundheit

Analdrüsen
Neben der Afteröffnung des Hundes befinden sich die Analdrüsen. Sie produzieren ein mit starkem Geruch versehenes Sekret, das über den Kot abgesondert wird. Der Geruch dient zur Identifizierung der Hunde untereinander. Fährt ein Hund "Schlitten" liegt das meist an verstopften Analdrüsen, die vom Tierarzt ausgedrückt werden müssen.

Entwurmen
Würmer können Menschen wie Hunde befallen. Um eine Ansteckung vom Hund auf den Menschen zu verhindern, sollte das Tier regelmäßig entwurmt werden. Entwurmt wird in der Regel im Alter von 6 Wochen, 8 Wochen, 12 Wochen, 6 Monaten, 9 Monaten und danach zwei- bis viermal jährlich. Das Wurmmittel sollte alle vorkommenden Wurmarten bekämpfen können. Auch vor einer Impfung sollte immer entwurmt werden, da Würmer die Abwehrkräfte des Hundes schwächen.

Erbrechen
Oftmals fressen Hunde Gras und erbrechen kurz darauf. Kommt dieses Verhalten nicht allzu häufig vor, gibt es keinen Grund zur Besorgnis. Es dient lediglich der Reinigung des Magens. Erbricht sich der Hund allerdings mehrmals hintereinander oder sondert er blutigen Schleim ab, ist ein Tierarztbesuch anzuraten. Dahinter könnte sich eine ernsthafte Krankheit verbergen.

Impfungen
Welpen werden nach der Geburt durch die Muttermilch mit Schutzstoffen versorgt. Da dieser Schutz jedoch nur wenige Wochen anhält, wird danach durch eine Impfung die Bildung eigener Schutzstoffe angeregt. Da es verschiedene Impfschemen gibt, empfehlen wir, sich wegen der Frage, wann gegen welche Krankheit geimpft werden soll, an Ihren Tierarzt zu wenden.
Ein Impfschema finden Sie beim Bundesverband praktizierender Tierärzte unter Impfempfehlung für Hunde.

Scheinträchtigkeit
Etwa 8 Wochen nach einer Läufigkeit, bei der die Hündin nicht gedeckt wurde, kann es zu einer Hormonstörung kommen, bei der sich Gesäuge und Bauchumfang vergrößern. Die Milchleisten produzieren Milch und die Hündin "rottet" alle Spielsachen zusammen, in der Annahme, es seien ihre Welpen. Es wird niemand mehr an das Spielzeug herangelassen und jeder Spaziergang wird schwierig, weil die Hündin ihr Lager nicht mehr verlassen möchte. Dieses Phänomen kann bis zu vier Wochen andauern und bedeutet für Hund wie Halter eine anstrengende Zeit. Erleichtern kann diese Zeit nur der Tierarzt mit entsprechenden Medikamenten. Nach einer Kastration tritt diese Hormonstörung nicht mehr auf.

Trächtigkeit
Hündinnen tragen in der Regel ihre Welpen durchschnittlich 63 Tage aus. Während der Trächtigkeit braucht eine Hündin bessere Nahrung mit mehr Vitamin- und Aufbaustoffen und muss geschont werden.

Körpertemperatur
Liegt die Temperatur bei einem Hund über 39° C, so spricht man von Fieber. Die Normaltemperatur liegt zwischen 38,2° C und 38,8° C. Fieber messen lässt sich bei einem Hund am besten, indem man ein digitales Thermometer mit Creme einfettet. Dem stehenden Hund schiebt man ein Knie unter dem Bauch, damit er sich nicht unvermittelt hinsetzen kann. Die Rute wird hochgehoben und das Thermometer vorsichtig etwa 2-3 cm in den After eingeführt. Dabei dem Hund immer beruhigend zusprechen.

Läufigkeit
Hündinnen werden fast immer zweimal im Jahr läufig, meist zwischen Januar bis März und zwischen August bis Oktober. Die auch "Hitze" genannte Läufigkeit dauert 3-4 Wochen und ist in drei Phasen erkennbar:
10 Tage Vorbrunst (= Blutungen)
12 Tage Hochbrunst (= Paarungsbereitschaft)
und danach die abklingende Nachbrunst.
Erkennbare Zeichen der Hitze sind geschwollene Vagina und Milchleisten.

Puls
Am besten wird der Puls in der Mitte der Schenkelinnenseite des Hundes gemessen. Dort verläuft die Oberschenkelarterie, die mit leichtem Druck der Finger auf die Haut gut zu finden ist. Der Normalpuls liegt je nach Hundegröße zwischen 70 und 100 Schlägen pro Minute. Je kleiner der Hund, umso stärker der Puls. Bei Welpen sind es bis zu 200 Schlägen pro Minute.

nach oben

Recht

Haftpflichtversicherung
Laut BGB § 833 haftet jeder Tierhalter für sein Tier, wenn ein Mensch durch das Tier getötet, verletzt oder eine Sache beschädigt wird. Die private Haftpflichtversicherung deckt keine durch den Hund verursachten Schäden ab. Eine Tierhaftpflichtversicherung ist deshalb jedem Hundehalter unbedingt anzuraten.

Hundesteuer
Für den Hund muss als einziges Tier in Deutschland eine Steuer gezahlt werden. Hundebesitzer müssen innerhalb von zwei Wochen nach Anschaffung des Hundes oder Umzug den Hund bei der Gemeinde anmelden. Diese erhebt die Steuer, deren Höhe von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich ist. Die nach Anmeldung ausgegebene Steuermarke muss der Hund ausserhalb des Grundstücks oder der Wohnung tragen, damit er eindeutig zu identifizieren ist.

nach oben

Verhalten

Aufreiten
Bespringen des Sexualpartners für den Deckakt. Meist auch Dominanzgeste, um dem anderen seine Überlegenheit zu zeigen.

Fersenbiss
Junge Wölfe spielen gerne mit Artgenossen, indem sie ihnen in die Ferse beissen. Auch unsere Haushunde zeigen dieses Verhalten. Der Fersenbiss darf nicht mit Böswilligkeit oder Agressivität verwechselt werden. Bei manchen Rassen ist der Fersenbiss zur Hütearbeit erwünscht. (z.B. Australien Cattle Dog)

Instinkt
Angeborene Verhaltensweise des Hundes. Äußert sich in den verschiedenen, je nach Rasse mehr oder weniger stark auftretenden Triebe wie, Apportier-, Arterhaltungs-, Begattungs-, Betätigungs-, Bring-, Bewegungs-, Beute-, Flucht-, Geltungs-, Geschlechts-, Geselligkeits-, Heimkehr-, Hetz-, Jagd-, Kampf-, Meute-, Pflege-, Schutz-, Spür-, Selbsterhaltungs-, Selbstverteidigungs-, Stöber-, Unterordnungs-, Wach- und Wehrtrieb.

Knurren
Dumpfer Ton aus der Kehle heraus. Wird meist eingesetzt um Missfallen der Situation zu äußern. Manche Rassen knurren aber auch aus Wohlbehagen während des Spiels.

Markieren
Rüden markieren ihr Revier mit kurzen Urinstrählen, weshalb sie auch so häufig das Bein heben. Auch dominante Hündinnen haben diese Angewohnheit. Mittels der so gesetzten Duftmarken ist jedem anderen Hund klar, wo die Reviere beginnen und enden. Duftmarken anderer Hunde werden auch häufig überdeckt. Durch Scharren verbreitet der selbstsichere Hund seinen Individualgeruch noch weiter.

Menschenbindung
Hunde binden sich in der 3.-7. Lebenswoche an den Menschen. Deshalb sollte beim Züchter unbedingt häufiger Menschenkontakt vorhanden gewesen sein.

Neotenie
Obwohl der Hund von der körperlichen Entwicklung her als erwachsen gilt, bleibt sein geistiger Entwicklungszustand im Jugendzustand stehen. Dies ist eine Folge der Domestikation und nennt sich Neotenie.

Schnauzenstoß
Welpen stoßen die Nahrung bringende Mutter gegen die Schnauze und lecken sie ab, damit diese mit dem Hervorwürgen des Futters reagiert. Erwachsene Hunde behalten diese Geste oftmals bei, um Zuneigung zu zeigen.

Spielverbeugung
Wenn ein Hund ein Spiel mit einem anderen Gefährten beginnen will, zeigt er das über das körpersprachliche Zeichen der Verbeugung. Dabei geht er mit den Vorderläufen in Liegeposition, die Hinterbeine bleiben jedoch gestreckt. Auch der Mensch kann durch Nachahmung dieser Verbeugung den Hund zum Spielen animieren.

Träumen
Auch Hunde können träumen. Der Hund rennt im Traum, wedelt, bellt und knurrt.

Übersprungshandlung
Hunde neigen dazu, wenn sie sich einer Situation nicht ganz gewachsen sehen, Handlungen zu vollziehen, die nicht zur entsprechenden Situation passen. So wird z.B. hektisch Wasser getrunken, obwohl der Hund kommen soll oder anstatt den Befehl zu befolgen sich hinsetzt und kratzt. Diese "falschen" Aktionen nennt man Übersprungshandlungen.

Wesensfest
Selbstsichere und ruhige Hunde nennt man wesensfest. Sie lassen sich viel gefallen, d. h. ihre Reizschwelle ist sehr hoch.

nach oben

AKTUELLES:
Nächster Tierheimtrödel
am 1. Dezember 2018
ab 13:00 Uhr statt.

Im Januar kein Trödel!


Tierheim Forchheim
Zur Staustufe 36
91301 Forchheim
Tel. 0 91 91 / 6 63 68
gegenüber
Autobahnausfahrt
Forchheim Nord

ÖFFNUNGSZEITEN:
Montag, Mittwoch, Freitag,
Samstag und Sonntag
von 14.00 - 17.00 Uhr
Gassi gehen:
Montag, Mittwoch, Freitag
und Samstag
von 14.00 - 16.30 Uhr

über Paypal

Einkaufen und Spenden
über www.gooding.de

BANKVERBINDUNG:
Sparkasse Forchheim
IBAN: DE43 7635 1040 0000 0053 97
BIC: BYLADEM1FOR
Volksbank Forchheim
IBAN: DE31 7639 1000 0000 0048 39
BIC: GENODEF1FOH
Verein. Raiffeisenbanken
IBAN: DE15 7706 9461 0000 8091 87
BIC: GENODEF1GBF